Kunststoff, Aluminium oder Holz — welches Fenstermaterial passt?

Neue weiße Kunststofffenster mit Schutzfolie, gestapelt im Lager von FT-Herne

Verschiedene Materialien für ein Fenster

Vier Materialien stehen zur Wahl, und keines ist grundsätzlich das Beste. Kunststoff ist günstig und pflegeleicht, Aluminium schlank und robust, Holz warm und reparabel, Holz-Aluminium verbindet beides zum höchsten Preis. Was passt, hängt vom Haus ab, von der Himmelsrichtung, vom Budget — und davon, wie viel Pflege Sie einplanen wollen.

Wir fertigen alle vier Materialien und bauen sie im gesamten Ruhrgebiet ein — diese Seite hat deshalb kein Lieblingsmaterial. Die Tabelle vergleicht sieben Kriterien nebeneinander, doch in der Praxis entscheiden fast immer nur drei davon: wie groß die Elemente werden sollen, wie viel Pflege Sie einplanen wollen und was das Budget hergibt. Alles Weitere ergibt sich daraus — und beim Aufmaß sehen wir ohnehin, was am Haus wirklich sinnvoll ist.

Worauf es bei der Materialwahl ankommt

Standardfenster 1,30 × 1,30 m mit Dreifachverglasung · Stand September 2026

Eigenschaft Kunststoffam häufigsten gewählt Aluminium Holz Holz-Alu
Wärmedämmung sehr gut sehr gut sehr gut, Holz dämmt von Natur aus sehr gut
Lebensdauer 25 bis 30 Jahre über 30 Jahre, praktisch witterungsunabhängig über 30 Jahre — aber nur mit regelmäßiger Pflege über 30 Jahre, außen wartungsfrei
Pflegeaufwand gering: reinigen, Dichtungen und Beschläge pflegen, regelmäßige Wartung empfohlen gering: reinigen, Dichtungen und Beschläge pflegen, regelmäßige Wartung empfohlen hoch: Anstrich oder Lasur regelmäßig erneuern, regelmäßige Wartung empfohlen gering, weil die Wetterseite aus Aluminium besteht, regelmäßige Wartung empfohlen
Rahmenoptik breitere Profile, große Formate begrenzt sehr schlank, große Glasflächen möglich mittel, klassische Anmutung schlank außen, warm innen
Farbgestaltung weiß Standard, Folierung in vielen Farbtönen alle RAL-Töne, innen und außen unterschiedlich lasiert oder deckend, Maserung sichtbar außen RAL, innen Holz
Passt besonders zu Ein- und Mehrfamilienhäusern mit Standardformaten, Vermietung großen Fensterflächen, Neubau, moderner Architektur Altbau, Denkmalschutz, wer Holz im Raum will exponierten Wetterseiten mit hohem Anspruch innen
Preisniveau Basis Variante deutlich höher deutlich höher deutlich höher

Kunststoff — der Standard, aus gutem Grund

Rund zwei von drei Fenstern in Deutschland haben einen Kunststoffrahmen, und das ist keine Verlegenheitslösung. Moderne Mehrkammerprofile dämmen sehr gut, sind witterungsbeständig und brauchen außer Reinigung und gelegentlicher Pflege von Dichtungen und Beschlägen nichts. Hier ist Preis-Leistung stimmig. Unsere Kunststofffenster von FT Herne sind ideal für die meisten Bauvorhaben.

Grenzen zeigt Kunststoff bei sehr großen Formaten — die Profile werden breiter, und irgendwann braucht es eine zusätzliche Stahlverstärkung oder ein anderes Material. Wer bodentiefe Elemente über zwei Meter plant, sollte Aluminium mitprüfen, da die zulässigen Baugrenzen von Kunststoff überschritten sind.

Querschnitt eines Kunststofffensters, das mit einen guten Preis punktet.
Aluminiumfenster im Transportgestellt

Aluminium — schlank und unempfindlich

Aluminium trägt mehr Glas bei weniger Rahmen. Wo große Flächen und schmale Ansichten gewünscht sind, ist es das Material der Wahl. Es altert praktisch nicht, braucht wenig Pflege und lässt sich in jedem RAL-Ton beschichten, innen und außen unterschiedlich.

Der Haken: Aluminium leitet Wärme. Nur mit thermischer Trennung im Profil erreicht es die Dämmwerte der anderen Materialien. Darauf kommt es bei der Auswahl an — und darauf achten wir bei jedem Angebot.

Holz — schön, langlebig, fordernd

Holz dämmt von Natur aus und wirkt im Raum anders als jedes andere Material. Im Altbau bei Denkmalschutzauflagen ist es oft die einzig zulässige Wahl.

Dafür verlangt es Aufmerksamkeit. Anstrich oder Lasur müssen regelmäßig erneuert werden, an Wetterseiten häufiger als an geschützten Lagen. Wer das einplant, bekommt Fenster, die Jahrzehnte halten. Wer es aufschiebt, hat nach wenigen Jahren ein Problem.

Referenzbild zeigt professionelle Projektbeispiele und erfolgreiche Umsetzungen unserer Arbeit
Tischler bearbeitet den Rahmen eines Holzfensters in der Werkstatt

Holz-Aluminium — die teure Kombination

Innen Holz, außen eine vorgesetzte Aluminiumschale: Der Raum bekommt die warme Oberfläche, die Fassade den wartungsfreien Schutz. Technisch ist das die überzeugendste Lösung, und sie kostet rund 70 bis 90 Prozent mehr als Kunststoff.


Sinnvoll vor allem an Wetterseiten, an denen Holz allein zu schnell verwittert, und dort, wo innen sichtbares Holz gewünscht ist.

Eine kurze Entscheidungshilfe

Sie wollen das beste Verhältnis aus Preis und Leistung — Kunststoff. In den allermeisten Häusern die richtige Wahl.

Sie planen große Glasflächen oder bodentiefe Elemente — Aluminium — oder Kunststoff mit Verstärkung, wenn das Budget entscheidet.

Ihr Haus steht unter Denkmalschutz oder ist ein Altbau mit Charakter — Holz. Häufig ist es auch die einzige zulässige Variante.

Sie wollen Holz sehen, aber nicht streichen — Holz-Aluminium.

Sie vermieten das Objekt — Kunststoff. Pflegeaufwand, der beim Mieter liegt, wird selten geleistet.

Ihnen ist die Förderung wichtig — Das Material entscheidet nicht. Gefordert ist ein U-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) — das erreichen alle vier mit Dreifachverglasung und sind förderfähig. Gerne begleiten wir Sie bei den Förderanträgen.

Beratung und Entscheidung für den Einbau neuer Fenster

Häufige Fragen zum Material

Es gibt keines, das in allen Punkten führt. Kunststoff gewinnt beim Preis und beim Pflegeaufwand, Aluminium bei schlanken Profilen und großen Formaten, Holz bei Optik und Reparierbarkeit, Holz-Aluminium in der Kombination überzeugt in Optik mit geringem Pflegeaufwand.

Eine Frage der Pflegebereitschaft. Kunststoff ist günstiger und will nur gereinigt werden. Holz sieht besser aus, dämmt ähnlich gut und hält genauso lange — aber nur, wenn Anstrich oder Lasur regelmäßig erneuert werden.

Nicht grundsätzlich, aber Aluminium leitet Wärme. Ohne thermische Trennung im Profil wäre es deutlich schlechter; mit ihr erreicht es die geforderten Werte. Achten Sie im Angebot darauf, dass sie ausgewiesen ist.

Für Kunststoff sind 25 bis 50 Jahre belegt. Aluminium und Holz-Aluminium sind praktisch witterungsunabhängig und halten sehr lange. Holz erreicht dieselbe Größenordnung — aber nur mit Pflege. Entscheidender als das Material ist ohnehin, wie sauber eingebaut wurde.

Ja, und manchmal ist es die klügste Lösung: Aluminium für die große Südfront, Kunststoff für die übrigen Räume. Optisch sollte die Farbgebung dann zusammenpassen — das planen wir mit Ihnen.

Nein. Gefordert ist der U-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K), unabhängig vom Rahmenmaterial.

Holz ist der einzige nachwachsende Rohstoff im Feld, Aluminium und Kunststoff sind gut recycelbar. Die größte Umweltwirkung hat aber nicht die Materialwahl, sondern die eingesparte Heizenergie über die Nutzungsdauer — und die hängt am U-Wert, nicht am Rahmen.